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Allgemeines

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Bildungsstandards und Qualitätssicherung

Die Kultusministerkonferenz (KMK) – Nationale Bildungsstandards

Vor dem Hintergrund der Ergebnisse internationaler Schulleistungsvergleiche beschloss die Kultusministerkonferenz (KMK) einen grundlegenden Umbau der Steuerung des Schulwesens – Schule soll mehr von Ihren Wirkungen her in den Blick genommen werden, an die Stelle zu behandelnder Themen sollen Kompetenzen als anwendungs- und handlungsbezogene Wissens- und Könnensbeschreibungen treten; Lehrpläne sollen durch empirisch überprüfbare Bildungsstandards abgelöst werden.

So legte die Kultusministerkonferenz der Länder – als Ergebnis länderübergreifender Arbeitsprozesse – in den Jahren 2002 bis 2004 nationale Bildungsstandards für den Primarbereich am Ende der Jahrgangsstufe 4 (Deutsch und Mathematik), für den Mittleren Bildungsabschluss (Deutsch, Mathematik, Moderne Fremdsprachen, Naturwissenschaften) und für den Hauptschulabschluss (Deutsch, Mathematik, Moderne Fremdsprachen) vor. Alle Bundesländer haben sich verpflichtet, die Bildungsstandards als Grundlage für den Unterricht zu übernehmen, zu implementieren und anzuwenden. Diese Entscheidung wirkt sich insbesondere auf Prozesse der Weiterentwicklung von Unterricht, der curricularen Arbeit sowie der Lehrerbildung aus.

Das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB)

In ergänzenden Beschlüssen hat die Kultusministerkonferenz ihre Gesamtstrategie zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen erweitert. Zum einen werden die regelmäßigen – mit den internationalen Vergleichsstudien verkoppelten – Bundesländervergleiche seit 2009 auf der Basis von Bildungsstandards durchgeführt. Zum anderen werden Kompetenzstufenmodelle zu den Bildungsstandards erarbeitet, die eine empirische Überprüfung des Ereichens der Standards ermöglichen.
Die Normierung und Präzisierung der Nationalen Bildungsstandards ist Aufgabe des 2004 gegründeten Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) . Auch im Institut für Qualitätsentwicklung (IQ) in Wiesbaden bildet die Weiterentwicklung, Konkretisierung und Überprüfung der Bildungsstandards einen wichtigen Arbeitsschwerpunkt.

Das Institut für Qualitätsentwicklung (IQ) in Wiesbaden

Das IQ in Wiesbaden erarbeitet im Auftrag des Hessischen Kultusministeriums ein landeseigenes Konzept für Bildungsstandards. Dabei geht Hessen über den KMK-Ansatz hinaus, indem es für alle Fächer der Primarstufe und der Sekundarstufe I Bildungsstandards entwickelt. Inzwischen liegt das Konzept im Entwurf vor. Es wurde auf der Basis von Praxiserfahrungen und aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen in einem einheitlichen Format entwickelt.

Zentrale Lernstandserhebungen

Die zentralen Lernstandserhebungen, die das IQ in den Jahrgangsstufen 3, 6 und 8 durchführt, stellen ein wichtiges Instrument zur schulinternen, datenbasierten Standortbestimmung (interne Evaluation) im Hinblick auf das Erreichen der Bildungsstandards dar. Sie vermitteln den Schulen und den Lehrkräften Aufschlüsse über den Kompetenzstand ihrer Klassen bzw. Lerngruppen und leisten damit einen Beitrag zur Schul- und Unterrichtsentwicklung.

Zentrale Abschlussarbeiten

Ein wichtiges Instrument, um die Erfüllung der Bildungsstandards zu überprüfen, sind die zentralen Abschlussprüfungen der jeweiligen Bildungsgänge. Seit dem Schuljahr 2003/04 schreiben alle Abgangsklassen der hessischen Haupt- und Realschulen landeseinheitliche Abschlussarbeiten, für die das IQ die Formate entwickelt, die Aufgaben erstellt und die logistischen Abläufe organisiert. Eine ähnliche Rolle wie bei den Abschlussarbeiten der Haupt- und Realschulen übernimmt das IQ bei der Entwicklung und Durchführung des Landesabiturs, das die Schülerinnen und Schüler der hessischen Gymnasien seit 2007 ablegen.

Weiterentwicklung der Standards

Ein entscheidender Unterschied zwischen den Bildungsstandards und den herkömmlichen Lehrplänen besteht darin, dass die Standards nicht auf Jahre hinaus unverändert bleiben, sondern einer beständigen Überarbeitung und Anpassung an neue Erfordernisse unterliegen sollen. Auch diese Weiterentwicklung der Standards wird künftig zu den Aufgaben des IQ gehören.

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