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Evaluation zum Strategischen Ziel Nr. 4 (Abschlussbericht)

Titel des Berichts

Das Strategische Ziel Nr. 4 des Hessischen Kultusministeriums fordert, den Anteil der Absolventen des Dualen Systems, der den theoretischen Teil der Abschlussprüfung nicht besteht, in 14 (ursprünglich 15) ausgewählten Berufen um ein Drittel zu reduzieren. Diese Programmmaßnahme wurde vom Institut für Qualitätsentwicklung mit einer Prozessevaluation begleitet, deren Ergebnisse im vorliegenden Abschlussbericht zusammengefasst sind.

Die wichtigsten Fragen, denen dabei nachgegangen wird, lauten:

  • Wie haben sich die Durchfallquoten entwickelt?
  • Wie wurde das Ziel von den Institutionen (den Schulämtern, dem Amt
    für Lehrerbildung und vor allem den Schulen) angenommen?
  • Waren die Unterstützungsleistungen der Schulämter und des AfL
    für die Schulen hilfreich?
  • Welche Wege zur Erreichung des Ziels haben die Schulen gewählt?

2010, 113 Seiten

Hrsg.: Institut für Qualitätsentwicklung (IQ), Wiesbaden, IQ Report 12
 
 
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Evaluation zum Strategischen Ziel Nr. 4 (Zwischenbericht)

Im Juni 2007 hat das IQ einen Zwischenbericht zur Evaluation des Strategischen Ziels Nr. 4 (SZ 4) vorgelegt. Grundlagen des Berichts waren

  • die Entwicklungen der Prüfungsergebnissek,
  • Gespräche mit den Zielverantwortlichen der Staatlichen Schulämter,
  • Beobachtungen der Qualifizierungsveranstaltungen des Amts für Lehrerbildung (AfL) sowie Befragungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer,
  • eine schriftliche Befragung der Schulleiterinnen und Schulleiter aller beruflichen Schulen,
  • eine schriftliche Befragungen der Lehrkräfte für vier der insgesamt 15 im SZ 4 genannten Berufe (Gärtner/-in, Hauswirtschafter/-in, Maler/-in und Lackierer/-in, Verkäu-fer/-in),
  • vertiefende Gespräche mit Schulleitungen und Lehrkräften an 16 der vom SZ 4 betroffenen Schulen.

Durch die Erhebungen in den Schulen wurden insbesondere Einsichten gewonnen in

  • die Ursachen für schlechte Ergebnisse im theoretischen Teil der Kammerprüfung aus der Sicht der Lehrkräfte,
  • Konzepte der Diagnose und Förderung,
  • den von Schulleitungen und Lehrkräften wahrgenommen Bedarf an Unterstützung und Fortbildung,
  • Arbeitsstände, Arbeits- und Kooperationsformen.

Für die Untersuchungen zur Projektsteuerung und den Unterstützungsleistungen der Staatli-chen Schulämter sowie des AfL war die Frage leitend, ob diese Aktivitäten „in den Schulen ankommen“, also die Arbeit in den Schulen zum SZ 4 weiterbringen.

Zum Ende der Projektlaufzeit sollen die regionalen Zielverantwortlichen erneut befragt werden, wobei es nun um einen bilanzierenden Rückblick auf den Projektverlauf und seine Ergebnisse geht. Dabei ist auch vorgesehen, die regionalen Fortbildnerinnen und Fortbildner zu befragen: zum einen nach ihren Erfahrungen mit der Fortbildung und Beratung von Schulen, zum anderen nach ihren Einschätzungen zu der Qualifizierungsreihe des AfL. Durch diese Befragung sollen Aufschlüsse darüber gewonnen werden, wie die Fortbildnerinnen und Fortbildner die Reichweite der Fortbildungsaktivitäten und die Resonanz an den Schulen wahrnehmen.

Um eine Abschlussbilanz werden auch die für die landesweite Fortbildung zuständigen Personen des AfL gebeten. Der Vergleich dieser Rückmeldung mit den Einschätzungen der regionalen Fortbildnerinnen und Fortbildner liefert die Grundlage für eine abschließende Bewertung der Struktur, des Verhältnisses von Bedarf und Angebot sowie der inhaltlichen Qualität der Fortbildungsreihe des AfL.

Wie beim Zwischenbericht steht im Zentrum der Abschlussevaluation die Arbeit der Schulen: Auch in der Abschlussuntersuchung werden die Schulleiterinnen und Schulleiter aller beruflichen Schulen sowie die Lehrkräfte für die vier oben genannten Berufe schriftlich befragt. Erneut wird die schriftliche Befragung durch Gespräche mit Schulleitungen und Lehrkräften ergänzt. Diese werden an denselben Schulen stattfinden, die auch für den Zwischenbericht befragt wurden. Dadurch können Vergleichsdaten gewonnen und Aussagen über Prozessverläufe getroffen werden.

Zusätzlich sollen für die Abschlusserhebung aber auch Auszubildende nach Diagnose und Förderung im Hinblick auf die theoretischen Prüfungsanforderungen befragt werden – die in den Schulen bis zum Projektende eingeführten Förderprogramme sollten für die eigentliche Zielgruppe des SZ 4, den Auszubildenden, wahrnehmbar sein. Gefragt wird zum einen nach strukturellen Merkmalen eines differenzierenden Unterrichts (durch äußere Differenzierung mit Bildung besonderer Lerngruppen, durch Binnendifferenzierung in der Klasse mit Formen kooperativen Lernens, durch individualisiertes und selbstorganisiertes Lernen) zum anderen nach Förderinhalten, in denen sich beispielsweise Konzepte aus Vocational Literacy und der Förderung mathematischer Kompetenzen auf Grundlage des Berufsbezogenen Rechentests wiederfinden, aber auch aus Programmen zur Förderung allgemeiner methodischer Kompetenzen oder auch zur Steigerung von Arbeits- und Konzentrationsfähigkeit. Wie bei der Lehrerbefragung soll die schriftliche Befragung einer größeren Stichprobe durch vertiefende Gespräche mit Schülergruppen ergänzt werden.

Eine zweite Möglichkeit, das Untersuchungsspektrum zu erweitern, ergibt sich aus den bis 2009 sichtbar werdenden Verläufen der Prüfungsergebnisse in den 15 Berufen. Aufgrund der derzeitigen Trends ist zu erwarten, dass, neben ausgesprochen positiven Entwicklungen, in einigen Berufen die Prüfungsergebnisse nicht besser, vielleicht sogar schlechter werden. Für diese divergierenden Entwicklungen könnten Gründe gefunden werden, wenn Berufe mit besonders auffälligen Entwicklungsverläufen in die Untersuchung einbezogen würden. Möglich ist dies für einen Beruf mit auffallend positivem und einen mit besonders ungünstigem Verlauf.

Die Abschlusserhebung wird im zweiten bis zum Anfang des dritten Quartals 2009 stattfinden. Berücksichtigt werden außerdem die Prüfungsdaten der Sommerprüfung 2009. Der Abschlussbericht wird im Januar 2010 vorgelegt werden.

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