Seit Dezember 2011 liegt der Hessische Referenzrahmen Schulqualität (HRS) in einer überarbeiteten Fassung vor. Dem Prinzip des entwicklungsoffenen Konzepts folgend, wurden Anpassungen an aktuelle Entwicklungen vorgenommen. Diese betreffen insbesondere das Hessische Kerncurriculum, den gesellschaftlichen Auftrag zur Inklusion und den Ausbau des Ganztagsbetriebs von Schulen. Bei dieser Gelegenheit wurden auch die Dimensionen des Qualitätsbereichs I "Voraussetzungen und Bedingungen" weiter konkretisiert und dort, wo dies möglich war, auf Kriteriumsebene näher ausgeführt.
Der Hessische Referenzrahmen Schulqualität (HRS)
, der vom Institut für Qualitätsentwicklung erarbeitet wurde, bildet die Grundlage für eine gezielte und nachhaltige Schulentwicklung in Hessen. Der Referenzrahmen schafft die für Schulen notwendige Klarheit darüber, welche Erwartungen und Anforderungen an die Qualität von Schulen gestellt werden. Er benennt die schulischen Qualitätsbereiche und erläutert die entsprechenden Qualitätskriterien. Dadurch bietet der Referenzrahmen Schulen die Möglichkeit, die Qualität ihrer Bildungs- und Erziehungsarbeit ständig zu überprüfen, zu bewerten und effektiv zu steigern.
Bei der Entwicklung des Referenzrahmens sind erprobte Modelle aus dem In- und Ausland berücksichtigt worden. Der Referenzrahmen basiert auf einem Rahmenmodell, in dem sowohl die äußeren Bedingungen und Faktoren für eine erfolgreiche Schule als auch die innerschulischen Prozesse und Organisationsformen sowie die Leistungen der Schule für den Lebenserfolg des einzelnen Schülers bzw. der einzelnen Schülerin und für seine bzw. ihre gesellschaftliche Teilhabe in den Blick genommen werden.
Der HRS versteht sich als entwicklungsoffenes Konzept. Auf der Basis aktueller theoretischer Konzepte, empirischer Befunde und schulpraktischer Erfahrungen wird er auch in Zukunft fortentwickelt werden, um damit die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung des hessischen Schulwesens zu erweitern.