Referenzrahmen: Zielsetzung und Funktion Um intern und extern evaluieren zu können, ist es unverzichtbar, sich darauf zu verständigen, was unter „guter Schulqualität“ zu verstehen ist. Nach dem Vorbild bereits erprobter Modelle im Inland und europäischen Ausland (z. B. EFQM, Q2E, „How good is our school?“) wurde in Hessen der „Hessische Referenzrahmen Schulqualität (HRS)“ entwickelt.
Qualitätsbereich I: Voraussetzungen und Bedingungen Der Qualitätsbereich beschreibt rechtliche und gesellschaftliche Voraussetzungen und Bedingungen, die die Schulqualität beeinflussen. Dazu gehören bildungspolitische und rechtliche Rahmenvorgaben, die personellen und sächlichen Ressourcen und Unterstützungsangebote für die Schulen sowie das Bildungsangebot im regionalen Umfeld und die soziale Zusammensetzung der Schülerschaft.
Qualitätsbereich II: Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung Eine wesentliche Grundlage der Qualitätsentwicklung von Schule ist ein im Konsens der beteiligten Akteure erarbeitetes Konzept, in dem das gemeinsame pädagogische Selbstverständnis einer Schule dargelegt wird und das als Richtschnur für die schulische Arbeit dienen soll. Davon ausgehend können konkrete Ziele, Schwerpunkte und Entwicklungsvorhaben definiert werden.
Qualitätsbereich V: Schulkultur Ein vielfältiges Schulleben und die Öffnung der Schule gegenüber ihrem gesellschaftlichen Umfeld fördern die Entwicklung der Schule zu einem Lern- und Lebensraum. Schule ist ein Ort, an dem auch Formen des sozialen Umgangs, des geregelten Zusammenlebens und der demokratischen Beteiligung gelernt und erfahren werden.
Qualitätsbereich VII: Ergebnisse und Wirkungen Im Zentrum der Qualitätsentwicklung von Schule steht die Frage nach den Ergebnissen ihrer Bildungs- und Erziehungsarbeit. Dabei geht es nicht nur um die durch Tests messbaren Fachkompetenzen der Schülerinnen und Schüler, sondern auch um weniger eindeutig feststellbare Kompetenzen.
Qualitätsbereich III: Führung und Management Für die professionelle Leitung einer Schule und ihre Entwicklung zur lernenden und selbstverantwortlichen Organisation sind Managementwissen und Führungskompetenzen erforderlich. Die Schulleitung nimmt bei der Gestaltung der Schule eine Schlüsselstellung ein.
Qualitätsbereich VI: Lehren und Lernen Lehr- und Lernprozesse im unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Bereich bilden das „Kerngeschäft“ von Schule. Dabei sind alle Energien bzw. Anstrengungen auf nachhaltige und wirksame Lernarrangements zu richten.
Qualitätsbereich IV: Professionalität Die Qualität der Bildungs- und Erziehungsprozesse an einer Schule wird wesentlich bestimmt durch die Motivation und die Kompetenzen des Lehrpersonals und durch seine Bereitschaft zu lebenslangem Lernen. Die notwendigen Kompetenzen betreffen das Unterrichten, Erziehen, Diagnostizieren, Beurteilen und Beraten sowie das Weiterentwickeln von Schule.