Zum Ende eines Schuljahres erstellen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeitseinheit Empirische Fundierung zusammenfassende Berichte der Schulinspektion, die die zentralen Ergebnisse für die verschiedenen Schulformen darstellen.
Die Jahresberichte im Vergleich zu den Inspektionsberichten für die Einzelschulen
Alle Berichte der Schulinspektion - sowohl die Jahresberichte als auch die den einzelnen Schulen vorliegenden Schulinspektionsberichte - beziehen sich in ihren Aussagen und Ergebnissen auf eine Auswahl von verbindlich festgelegten (priorisierten) Kriterien des Hessischen Referenzrahmen Schulqualität (HRS). Während die Schulinspektionsberichte, die den Einzelschulen nach Abschluss der Evaluation zur Verfügung gestellt werden, Impulse für die Qualitätsentwicklung der jeweiligen Schule geben sollen, hat der Jahresbericht der Schulinspektion mit seinen Auswertungen die Systemebene im Blick. Der Jahresbericht stellt auf der Basis aggregierter (d. h. zusammengefasster und damit von der Einzelschule abstrahierender) Daten Informationen im Sinne eines landesweiten Bildungsmonitorings zur Verfügung. Rückschlüsse auf konkrete Einzelschulen sind somit nicht möglich; gleichwohl aber liefert der Jahresbericht auch den Einzelschulen ergänzende Informationen zur vertieften Auseinandersetzung mit den eigenen Ergebnissen der Schulinspektion.
Zielstellungen und Nutzungsmöglichkeiten der Jahresberichte
In den Jahresberichten der Schulinspektion werden Aussagen über die Gesamtheit der inspizierten hessischen Schulen gemacht. Die zusammenfassenden Rückmeldungen von Inspektionsergebnissen für Gruppen von Schulen bieten auf der Systemebene einen Überblick über typische Qualitätsprofile der jeweiligen Gruppe.
Aus den Ergebnissen der Jahresberichte lassen sich bildungspolitische Steuerungsentscheidungen z. B. im Hinblick auf zu initiierende Maßnahmen und Programme ableiten. Auch zentrales Wissen über etwaige Fortbildungs- und Qualifizierungsnotwendigkeiten kann aus den aggregierten Daten abgeleitet werden. Für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Schul- und Unterrichtsforschung bieten die aggregierten Daten der Schulinspektion eine angemessene Datenbasis. Aber auch für die Einzelschule stellen diese Jahresberichte wertvolle Informationen zur Verfügung, die sie bei der weiterführenden Interpretation der eigenen Inspektionsergebnisse unterstützen. Die zusammengefassten Daten ermöglichen den Einzelschulen, sich mit ihren eigenen Inspektionsergebnissen im Vergleich mit der Gesamtgruppe der Schulen des gleichen Schultyps zu verorten, wobei die Einzelschulen dabei ihre spezifischen schulischen Bedingungen mitberücksichtigen müssen.
Publikationen - Ergebnisse der Schulinspektion in Hessen 2008/2009 [IQ Report 13] Auch zum Ende des dritten Schuljahres, in dem die Schulinspektion als ein zentraler Baustein im Qualitätssicherungs- und Qualitätsentwicklungszyklus in der hessischen Bildungslandschaft fest implementiert ist, legt das Institut für Qualitätsentwicklung einen Jahresbericht vor, der die zentralen Ergebnisse der Schulinspektion für das Schuljar 2008/2009 differenziert für die verschiedenen Schultypen und für den Unterricht der verschiedenen Schulformen darstellt.
Publikationen - Ergebnisse der Schulinspektion in Hessen [IQ Report 9] Die Schulinspektion in Hessen arbeitet seit dem Schuljahr 2006/2007 in der Regelphase. Im zweiten Jahresbericht der Schulinspektion können daher die Ergebnisse von zwei Schuljahren dargestellt werden. Insgesamt liegen die Daten von 621 hessischen Schulen vor, die in den Schuljahren 2006/2007 und 2007/2008 von Inspektionsteams besucht und evaluiert wurden.
Jahresbericht der Schulinspektion in Hessen [IQ Report 4] Der erste Jahresbericht der Schulinspektion in Hessen bietet einen Überblick über die Ergebnisse der Schulinspektion im Schuljahr 2006/07, dem ersten Jahr der Regelphase. Den Schwerpunkt der Analyse bilden die Resultate der Grundschulen, da diese Schulform mit 146 von insgesamt 253 inspizierten Schulen die größte Gruppe war und somit differenzierte Aussagen zuließ.